16. Feb­ru­ar 2026von Expert Man­age­mentSpielplatzprü­fung

Ablauf einer Spielplatzprüfung nach DIN EN 1176 – Schritt für Schritt erklärt 

Wie läuft eine pro­fes­sionelle Spielplatzprü­fung ab? Welche Prüf­schritte sind vorgeschrieben und worauf müssen Betreiber beson­ders acht­en? Dieser Leit­faden erk­lärt den voll­ständi­gen Ablauf ein­er nor­mgerecht­en Spielplatzprü­fung nach DIN EN 1176 und DIN EN 1177 – prax­is­nah, struk­turi­ert und rechtssicher. 

Ziel jed­er Spielplatzprü­fung ist es, Gefahren­quellen sys­tem­a­tisch zu erken­nen, Risiken fachgerecht zu bew­erten und die geset­zliche Verkehrssicherungspflicht zu erfüllen. Für Betreiber bedeutet das: Sicher­heit für Kinder und Haf­tungssicher­heit für die eigene Organisation. 

1. Vorbereitung und Dokumentenprüfung

Vor der eigentlichen Vor-Ort-Prü­fung wer­den alle rel­e­van­ten Unter­la­gen analysiert:

  • frühere Prüf­berichte
  • Wartung­spro­tokolle
  • Reparatur­nach­weise
  • Bau- und Bestandsunterlagen

Bere­its in dieser Phase zeigt sich, ob bekan­nte Män­gel nach­haltig behoben wur­den und ob Prüf­fris­ten einge­hal­ten sind. 

2. Visuelle Inspektion der gesamten Anlage

Die Sicht­prü­fung dient der schnellen Iden­ti­fika­tion akuter Gefahrenquellen.

  • beschädigte oder fehlende Bauteile
  • Van­dal­is­muss­chä­den
  • Ros­t­bil­dung an Metallteilen
  • Split­ter­bil­dung bei Holzelementen
  • lockere Schraub­verbindun­gen
Ablauf einer professionellen Spielplatzprüfung nach DIN EN 1176
Sys­tem­a­tis­che Prü­fung aller sicher­heit­srel­e­van­ten Bere­iche eines Spielplatzes.

3. Funktionale Prüfung beweglicher Bauteile

Belas­tung­stests zeigen mögliche Mate­ri­aler­mü­dung oder Sta­bil­itätsver­luste gemäß DIN EN 1176.

  • Schaukel­sitze und Ketten
  • Lager und Gelenke
  • Seilkon­struk­tio­nen
  • Klet­terele­mente

4. Kontrolle der Fallschutzbereiche nach DIN EN 1177

Unzure­ichen­der Fallschutz nach DIN EN 1177 zählt zu den häu­fig­sten Beanstandungen.

  • Min­destschicht­dicke los­er Materialien
  • Verdich­tung und Materialverteilung
  • Zus­tand syn­thetis­ch­er Beläge
  • Prü­fung rel­e­van­ter HIC-Werte

5. Sicherheitsabstände und Fallräume

Definierte Freiräume gemäß DIN EN 1176 ver­hin­dern Kol­li­sio­nen und Folgeunfälle.

  • Freiräume bei Schaukeln
  • Fall­räume bei Klettergeräten
  • Min­destab­stände zwis­chen Geräten
  • Abstände zu Mauern, Zäunen oder Hindernissen

6. Risikobewertung und Priorisierung

Jed­er fest­gestellte Man­gel wird sys­tem­a­tisch bewertet.

  • geringes Risiko
  • mit­tleres Risiko
  • akutes Gefährdungspoten­zial

Eine nachvol­lziehbare Bew­er­tung ist entschei­dend für die rechtssichere Erfül­lung der Verkehrssicherungspflicht.

7. Dokumentation und Prüfbericht

Der Prüf­bericht enthält unter anderem den Nach­weis der nor­mgerecht­en Spielplatzprü­fung.

Warum regelmäßige Spielplatzprüfungen unverzichtbar sind

Einzelne Sichtkon­trollen erset­zen keine struk­turi­erte Hauptin­spek­tion nach gel­tenden Nor­men. Fachgerechte Spielplatzprü­fung reduzieren Haf­tungsrisiken, erhöhen die Sicher­heit und schaf­fen langfristige Planungssicherheit. 

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