INQA-Scheck beantragen: Der ehrliche Ablauf – Expert People Management
Förderung & Beratung

INQA-Scheck beantragen: Der ehrliche Ablauf – ohne Schönreden

Expert Peo­ple Management Lesedauer ca. 4 Min.

Es gibt Förder­pro­gramme, bei denen der Antrag länger dauert als das eigentliche Pro­jekt. INQA-Coach­ing gehört nicht dazu. Aber es gibt trotz­dem Stolper­steine, die den Start unnötig verzögern. 

Dieser Artikel schildert den Ablauf so, wie er in der Prax­is wirk­lich läuft – mit den Punk­ten, die auf den offiziellen Seit­en gerne wegge­lassen wer­den. Bevor Sie den Prozess starten, soll­ten Sie sich­er­stellen, dass Sie die 6 Gestal­tungs­felder des Pro­gramms kennen.

Was zuerst passiert: Das Erstgespräch

Der erste Schritt ist ein kosten­los­es Gespräch mit ein­er regionalen INQA-Beratungsstelle (IBS). Diese Stellen sind bun­desweit verteilt und auf der offiziellen INQA-Web­site über eine inter­ak­tive Karte auffindbar.

Was in diesem Gespräch passiert – und was nicht:

  • Es wird geprüft, ob Ihr Unternehmen förder­fähig ist (Betrieb­s­größe, Stan­dort, Umsatz).
  • Sie beschreiben Ihr The­ma – möglichst konkret, aber kein aus­for­muliertes Konzept nötig.
  • Gemein­sam wird ein erstes Coach­ing-Ziel formuliert.
  • Bei Eig­nung: Sie erhal­ten den INQA-Coaching-Scheck.

Wichtig aus der Prax­is: Viele Unternehmen verzögern das Erst­ge­spräch, weil sie denken, sie müssten sich vorher “richtig vor­bere­it­en”. Das ist nicht nötig. Kom­men Sie mit ein­er ehrlichen Beschrei­bung Ihrer aktuellen Sit­u­a­tion – das reicht.

Der Scheck: Was er ist und was er nicht ist

Der INQA-Coach­ing-Scheck ist kein Blankocheck. Er berechtigt Sie, einen autorisierten INQA-Coach zu beauf­tra­gen – aber nur jeman­den aus der offiziellen Liste. Die Förderung läuft dann über ein geregeltes Abrech­nungsver­fahren ab.

INQA-Coaching Scheck Prozess

Bil­dun­ter­schrift: Der INQA-Scheck ist der Schlüs­sel zur geförderten Prozessberatung.

Was der Scheck konkret ermöglicht:

  • Beauf­tra­gung eines autorisierten Coach­es für bis zu 12 Tage inner­halb von 7 Monaten.
  • 80 % der Coach­ing-Kosten wer­den vom Staat über­nom­men – max­i­mal 12.000 Euro.
  • Der Rest­be­trag (20 %) wird vom Unternehmen direkt an den Coach gezahlt.
  • Nach Abschluss erfol­gt eine Auswer­tung durch die IBS mit optionalen Anschlussangeboten.

Die häufigsten Fehler beim Start

In mein­er Arbeit als autorisiert­er INQA-Coach erlebe ich regelmäßig diesel­ben Verzögerungen:

  • Zu vage for­muliertes Coach­ing-Ziel: “Wir wollen bess­er wer­den” ist kein Ziel. “Wir wollen die Einar­beitungszeit neuer Mitar­beit­er von 4 Monat­en auf 6 Wochen senken” schon.
  • Falsche Erwartung ans Coach­ing-Tem­po: Verän­derung in 7 Monat­en braucht Engage­ment – das Coach­ing allein schafft nichts, wenn die Führungsebene nicht mitzieht.
  • Zu spät anfan­gen: Die Coach­ing-Kapaz­itäten autorisiert­er Coach­es sind begren­zt. Wer im Dezem­ber anfan­gen will, sollte im Sep­tem­ber anfragen.
  • Coach und Unternehmen passen nicht zusam­men: Die Chemie muss stim­men. Nutzen Sie das Recht auf ein Ken­nen­lernge­spräch vor der Beauftragung.

Was nach dem Coaching passiert

3 bis 6 Monate nach Abschluss führt die INQA-Beratungsstelle ein Nachge­spräch durch. Dabei wird aus­gew­ertet, ob die angestrebten Verän­derun­gen einge­treten sind – und ob weit­ere Unter­stützungsange­bote sin­nvoll sind. Das ist kein Kon­troll­ter­min, son­dern echte Weiterentwicklung.

Expert Peo­ple Man­age­ment begleit­et Sie durch den gesamten Prozess: von der ersten Ori­en­tierung über den Scheck bis zum Abschluss. Sprechen Sie uns an.

Bereit für den nächsten Schritt?

Lassen Sie uns gemein­sam prüfen, wie wir Ihr Unternehmen durch das INQA-Coach­ing stärken können.

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