Skateparks, Fitness- und Sportgeräte im Freien: Wer prüft was?
Vier Anlagentypen, vier Normen
Anlagen im Freien sehen unterschiedlich aus und werden unterschiedlich genutzt. Entsprechend verweisen Betreiber und Prüfer auf verschiedene Normen:
Welche Norm im Einzelfall herangezogen wird, hängt vom Gerät und seiner Nutzung ab. Bei stationären Fitnessgeräten werden in der Praxis häufig auch die strengeren Anforderungen der DIN EN 1176 umgesetzt, wenn Kinder die Anlage mitnutzen können.
Drei Prüfstufen im Überblick
Für Spielplätze hat sich ein Dreistufen-Modell etabliert, das in der Praxis häufig auch für Skateparks und andere Outdoor-Anlagen als Orientierung dient:
Die Intervalle sind Orientierungswerte aus den einschlägigen Normen. Wie oft in Ihrem Fall geprüft werden sollte, hängt unter anderem von Nutzungsintensität, Standort und Zustand der Anlage ab und wird vom Betreiber festgelegt.
Der Betreiber einer öffentlich zugänglichen Anlage hat eine Verkehrssicherungspflicht. Das ist der rechtliche Rahmen. Die Normen DIN EN 1176, 14974, 16630 und 15312 konkretisieren, wie Sicherheit technisch beschrieben werden kann, und werden in der Praxis häufig als Maßstab herangezogen. Prüfintervalle und Prüftiefe sind Orientierungswerte; die konkrete Festlegung liegt beim Betreiber.
Worauf es bei der Prüfung ankommt
Typische Prüfpunkte im Freien
- Standsicherheit und Verankerung der Geräte und Fundamente
- Zustand von Roll-, Lauf- und Gleitflächen sowie Oberflächen und Fallschutzböden
- Verschleiß an Gelenken, Schrauben und Verbindungsteilen
- Fäulnis und Rissbildung bei Holzbauteilen, Korrosion bei Metallteilen
- Zugänglichkeit, Umgebung und Abgrenzung zu anderen Nutzungsbereichen
- Behebung früher festgestellter Mängel und deren Dokumentation
Für Spielplätze finden Sie weitere Hinweise in unseren Beiträgen zum Ablauf einer Spielplatzprüfung und zur visuellen Routine-Inspektion.
Wer darf prüfen?
Bei der jährlichen Hauptinspektion und der operativen Inspektion empfiehlt es sich, auf eine sachkundige oder befähigte Person zurückzugreifen. Für Spielplätze wird die Sachkunde häufig über ein Zertifikat nach DIN 79161 nachgewiesen. Dieselben Fachleute sind meist auch Ansprechpartner für Outdoor-Fitnessanlagen. Wichtig ist, dass Prüfungen nachvollziehbar dokumentiert werden, denn im Schadensfall können Betreiber so belegen, dass sie ihrer Verantwortung nachgekommen sind.
Der Überblick für Betreiber
| Thema | Grundlage | Charakter |
|---|---|---|
| Sicherheit öffentlich zugänglicher Anlagen | Verkehrssicherungspflicht des Betreibers | Pflicht (Haftungsrecht) |
| Spielplätze | DIN EN 1176, DIN EN 1177 | Norm als Maßstab in der Praxis |
| Skateparks | DIN EN 14974 | Norm als Maßstab in der Praxis |
| Outdoor-Fitnessgeräte | DIN EN 16630 | Norm als Maßstab in der Praxis |
| Multisportgeräte | DIN EN 15312 | Norm als Maßstab in der Praxis |
| Prüfintervalle | Normen, Betreiberentscheidung | Orientierungswerte |
Wie wir Sie dabei unterstützen können
Wir unterstützen Betreiber – Kommunen, Vereine, Wohnungsunternehmen und Betriebe – bei der regelmäßigen Prüfung ihrer Anlagen im Freien, bei der Dokumentation und bei der Planung von Prüfintervallen. Mehr zu unserem Leistungsangebot finden Sie auf der Seite zur Spielplatzprüfung.




