Visuelle Routine-Inspektion: Experten-Checkliste für Spielplatzbetreiber
Die jährliche Hauptinspektion durch einen zertifizierten Spielplatzprüfer ist das Fundament der Spielplatzsicherheit. Doch im Alltag lauern Gefahren, die nicht bis zur nächsten Jahresinspektion warten können. Vandalismus, extreme Wetterbedingungen oder schlichte Materialermüdung können einen Spielplatz innerhalb weniger Stunden in eine ernstzunehmende Gefahrenquelle verwandeln. Hier erfahren Sie, was Sie zwischen den großen Prüfterminen selbst kontrollieren können – und worauf Sie unbedingt achten müssen.
Was ist die visuelle Routine-Inspektion?
Die visuelle Routine-Inspektion ist die häufigste und niedrigschwelligste Form der Spielplatzkontrolle. Je nach Nutzungsintensität der Anlage sollte sie täglich – bei wenig frequentierten Anlagen mindestens wöchentlich – durchgeführt werden. Sie dient der schnellen Erkennung offensichtlicher Gefahrenquellen, die eine unmittelbare Sperrung des Geräts oder der gesamten Anlage erforderlich machen.
Diese Aufgabe kann nach einer kurzen Einweisung von pädagogischem Personal, Hausmeisterdiensten oder anderen zuständigen Mitarbeitern übernommen werden. Wichtig ist: Auch diese Routinekontrollen müssen dokumentiert werden – Datum, Person, festgestellte Mängel und ergriffene Maßnahmen.
Ihre Experten-Checkliste für den Rundgang
Gehen Sie bei Ihrer Kontrolle systematisch und geräteweise vor. Die folgenden Punkte sind die häufigsten und gefährlichsten Schwachstellen:
Suchen Sie gezielt nach Glasscherben, Spritzen, Unrat, Tierkot und anderen Verunreinigungen. Besonders der Sandkasten ist ein kritischer Bereich: Er sollte wenn möglich abgedeckt und regelmäßig auf Fremdkörper untersucht werden.
Prüfen Sie auf Schmierereien sowie absichtlich herbeigeführte Schäden. Besonders gefährlich: angesägte oder angeritzte Ketten, gelockerte Verbindungsbolzen oder mutwillig beschädigte Netze und Seile. Solche Mängel sind oft auf den ersten Blick nicht erkennbar.
Achten Sie auf scharfe Kanten, Splitter an Holzgeräten, hervorstehende Nägel oder Schrauben und abgeplatzten Lack an Metallteilen. Auch Risse in Kunststoffkomponenten können schnell zu ernstzunehmenden Verletzungsquellen werden.
Besonders unter Schaukeln, Rutschen und Klettergeräten bilden sich durch intensive Nutzung sogenannte „Kuhlen” im Fallschutzbelag. Überprüfen Sie, ob überall noch ausreichend loses Schutzmaterial vorhanden ist.
Wann besteht sofortiger Handlungsbedarf?
Nicht jeder Mangel erfordert eine sofortige Vollsperrung, aber bei folgenden Feststellungen ist unverzügliches Handeln zwingend erforderlich:
- Gebrochene oder stark beschädigte tragende Teile (Pfosten, Plattformen, Verbindungselemente)
- Herausgefallene oder stark beschädigte Fallschutzbeläge
- Akute Einklemm- oder Strangulationsgefahren durch beschädigte Netze oder Seile
- Scharfe metallische Bruchkanten durch Vandalismus
- Herausgerissene oder fehlende Bodenbefestigungen
Eine Absperrung mit Flatterband ist nicht ausreichend. Eine physische Barriere ist zwingend erforderlich. Dokumentieren Sie den Mangel mit Foto und melden Sie ihn sofort an die zuständige Person.
Beratung und Einweisung durch Expert Management
Expert People Management unterstützt Sie nicht nur bei der jährlichen Hauptinspektion, sondern unterweist auch Ihr Personal gezielt für die Durchführung dieser Routine-Checks zur visuellen und operativen Kontrolle und in den Grundlagen der DIN 1176.
Eine fachgerechte Einweisung sorgt dafür, dass Ihre Mitarbeiter sicher im Umgang mit der Checkliste sind, wissen was ein Mangel ist und wie sie richtig reagieren. So schaffen Sie ein ganzjährig sicheres Spielangebot – und sind jederzeit auf der rechtssicheren Seite. Nutzen Sie unsere Expertise im Bereich Spielplatzsicherheit für Ihren Betrieb.
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